SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim

Tel.: +49(0)7931-545-0
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Erfahrung schon seit 1987
Auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern gesetzlicher Kostenträger Rehabilitationsbehandlungen an und Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

UNTERSCHENKELSCHMERZ
(Schmerz im Unterschenkel)

Als Unterschenkel wird der rumpfferne Abschnitt der unteren Gliedmaße zwischen Knie- u. oberem Sprunggelenk bezeichnet. Er besteht aus 2 Knochen (Schien- u. Wadenbein) und aus 3 Muskelgruppen:

  1. Vorne die Strecker (Extensorengruppe: Musculi tibialis anterior, extensor hallucis longus u. extensor digitorum longus),

  2. seitlich die Wadenbeinmuskeln (Mm. peronei longus u. brevis) und

  3. hinten die Beuger (Flexoren: Mm. gastrocnemius, soleus, plantaris, popliteus, flexor digitorum u. hallucis longus, tibialis posterior)

Mögliche Ursachen für einen Unterschenkelschmerz:

Fibulaköpfchen-Syndrom: Am Fibulaköp fchen (= Köpfchen des Wadenbeins) liegt der N. peroneus communis (= ein Nervenast des Ischias) unmittelbar am Knochen und kann dort leicht komprimiert werden, so z.B. durch einen Gipsverband, oder durch Brüche und Verrenkung in diesem Bereich. Für ein Fibulaköpfchen-Syndrom sind nach unten ausstrahlende Schmerz en bei Druck auf den Nerv hinter dem Köpfchen des Wade nbein s typisch.

Das subakute oder chronische Tibialis anterior-Syndrom, ebenfalls ein sog. Kompressionssyndrom, geht mit einem Unterschenkelschmerz an der Schienbein vorderseite einher, verursacht durch eine Nervenkompression in der Tibialisloge (= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das akute Tibialis anterior-Synd
rom ist ein Notfall, der sofort operativ behandelt werden muß (Druckentlastung durch Spaltung der bindegewebigen Muskel umhüllung).

Postthrombotisches Syndrom (= Krankheitszeichen die auf eine vorangegangene Thrombose zurückzuführen sind): Nach einer akuten Thrombophlebitis (= Venenentzündung mit Verschluß durch Blutgerinnsel) oder auch Thrombose (= Bildung von Blutgerinnsel) verbleiben in manchen Fällen hartnäckige Schmerz en im Unterschenkel. Als Folge einer tiefen Thrombose (= Bildung von Blutgerinnsel) hat sich im Bei n eine chronische Rückflußstauung gebildet die nach May in 4 Schweregrade unterteilt wird.

Auch eine arterielle Durchblutungsstörung (= die Schlagader betreffende Durchblutungsstörung) kann zu einem Unterschenkelschmerz (hpts. Wa de) führen, besser bekannt als die Claudicatio intermittens (= "Schaufensterkrankheit").

Im Rahmen einer Ischiolumbalgie (Lumboischialgie) kann es auch zu einem Schmerz im Unterschenkel kommen, der dabei aber in der Regel nicht im Vordergrund steht.

Ein sog. symptomatische Unterschenkel- bzw. Wadenschmerz in Form von Wadenkrämpfe n tritt u.a. auf bei der myatrophischen Lateralsklerose (ALS) und bei Myelitis auf.
Die myatrophische Lateralsklerose (amyotrophische Lateralsklerose), eine neurologische Erkrankung, ist charakterisiert durch Muskelatrophie
(= Muskelschwund) und Spastik (= stark erhöhte Muskelspannung). Die Erkrankung verläuft progredient (= fortschreitend) und ist nicht heilbar.
Bei einer Myelitis handelt es sich um einen mit entzündlichen Gewebsreaktionen einhergehenden Rücken
marksprozeß. Je nach Ausmaß der Erkrankung kommt es ebenfalls zu einem Unterschenkelschmerz, hpts. in Form von Wadenkrampf, Empfindungsstörungen sowie Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung.

Ein Schmerz im Unterschenkel in Form von Wadenschmerzen, insbes. Wadenkrämpfe, sind aber auch typisch für eine Polyneuropathie, eine relativ häufige Erkrankung.
Eine Polyneuropathie tritt in der Folge oder als Symptom
(= Anzeichen) verschiedener Erkrankungen auf und stellt kein eigenständiges Leiden dar.
Die möglichen Ursachen sind äußerst vielfältig (Griffin 1984, Ludin 1984), Gibbels (1980) nennt in einer großen Übersichtsarbeit 168 mögliche Grundkrankheiten. In der Praxis dominieren mit je einem Drittel der Fälle die alkohol
ische und die diabet ische Genese (= Entstehung) (Neundörfer 1988).
In unklaren Fällen ist vor allem an exotoxische
(= von außen zugeführte Gifte) Ursachen durch Medikamente (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie Gewerbegifte zu denken, daneben kommen endotoxische (= Gifte die im Körper selbst entstehen) ((Porphyrie (= erbliche oder erworbene Stoffwechslstörung), Urämie (= Harnvergiftung))) und evtl. infekt iöse Ursachen (Borreliose, Ehrlichiose nach Zeckenbiß) in Frage.
Die Patienten klagen über einen brennenden Dauerschmerz im Versorgungsgebiet peripherer
(= außerhalb Rückenmark und Gehirn verlaufender) Nerven, Parästhesien (= Fehlempfindungen), Hyperästhesien und Hyperpathien (= gesteigerte Berührung sempfindlichkeiten), Druckschmerzhaftigkeit von Ner ven und Muskeln sowie evtl. über motorische (= die Muskelfunktion betreffende) Reizerscheinungen (Cram pi) in Form von Mus kel- bzw. Wa denkrämpfen (Gerstenbrand et Rumpl 1988). Schmerzattacken wie bei einer Neuralgie sind sehr selten.
Charakteristisch sind socken- bzw. handschuhförmige Sensibil
itätsstörungen (= Störungen der Empfindlichkeit). Der brenne nde Schmerzcharakter kann manchmal zur Verwechslung mit einer Kausalgie (komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ II bzw. CRPS) führen.

Es gibt aber nicht wenige Patienten, bei denen sich ein Schmerz im Unterschenkel als therapieresistent (= nichts hilft) erweist.
Wenn dieser hauptsächlich in der W
ade und im äußeren Anteil des Unterschenkel s verspürt wird, hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form der kontinuierlichen Blockade des Nervus ischiadicus (Ischias nerv) mit Katheter sehr bewährt. Betreffen die Schmerz en mehr den vorderen und inneren Unterschenkel, wird der Nervus femoralis kontinuierlich blockiert. Dabei wird vorübergehend (z.B. 14 Tage) ein dünner Kunststoffschlauch dicht an den betroffenen Ner v eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, ein örtliches Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt.
Bei dieser Methode kommt es neben der (erwünschten) Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung) gleichzeitig zu einer Blockade vegetativer (sympathischer) Faseranteile, woraus eine sehr deutliche Mehrdurchblutung im korrespondierenden Gewebebereich resultiert, die u.a. jeder entzündlichen oder degenerativen Schmerzursache nachhaltig entgegenwirkt, darüber hinaus wirkt die Durchblutungsverbesserung krampflösend.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

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Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

  • Reichhaltige Erfahrungen - in der Klinik werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet „Spezielle Schmerztherapie".

Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).

Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir antworten prompt.

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Aktualisiert:>20.05.2008</> kusb&
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